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Schrumpftal

Der idyllische Landstrich zwischen Hatzenport an der Mosel und Münstermaifeld-Metternich, hat eine interessante Vergangenheit aufzuweisen, die u.a. auch in Aufzeichnungen des ehemaligen Stifts zu Münstermaifeld, Niederschriften im Propsteibuch / Saalbuch, sonstiger Beschreibungen der Kirchengemeinden sowie in vielen aufschlußreichen Urkunden ( alles beim Landeshauptarchiv in Koblenz ) ihren Niederschlag findet.
Allen voran ist es jedoch der Münstermaifelder Chronist Johann Büchel, der sehr viel Erwähnenswertes über das Tal hinterlassen hat. Laut Büchel soll früher die Verbindung zwischen Münstermaifeld , Mayen und Andernach mit Alken ( Mosel ) und Boppard ( Rhein ) durch das Tal geführt haben. Es könnte der Weg gewesen sein, der nach vorgefundenen fränkischen und römischen Grabanlagen vermuten läßt, daß Münstermaifeld etwa im 6./7. Jahrhundert an einer Strecke zwischen Berresheim, Allens, Gering zur Mosel angeschlossen war. Vermutlich führte diese Landstraße über den Ketschaun ( Flurname in der Mörzer Gemarkung ).

Start

Bahnhof Hatzenport

Ziel

Eifelstraße, Münstermaifeld-Metternich

Wegbeschreibung

Der Hauptweg in die Schromb führt von Münstermaifeld her kommend im Ortsteil Metternich, am Haus Wey vorbei, ins Tal der Mühlen.

Er wird durchweg über seine Strecke von etwa 5,4 Kilometer bis Hatzenport an der Mosel vom Schrumpfbach begleitet.

Der gut ausgebaute Weg (Kreisstraße 40) wird mittlerweile mit Vorliebe als Spazierweg mit und ohne Auto, Motorrädern sowie von Fahrradsportlern als Trainingsstrecke und sonstigen Hobbyradlern befahren.

Zunächst geht es vorbei am rechts des Weges liegenden Metternicher Neubaugebiet " Zum Vorhaupt ", an dessen Anfang früher das Schlosserhäuschen stand und von dem der alte Weg übers "Flürchen" ( Flurbezeichnung ) zur ersten Mühle abging.

Zur linken Seite liegt das Flurstück " Wolfskaul " ( Wölfe gabs hier bis Mitte des 19. Jahrhunderts ). Etwas weiter im Hang bildete sich früher im Winter immer wieder eine von der Jugend gern benutzte Eis- und Schlittenbahn. Es folgt dann auf der rechten Seite das Gruppenwasserwerk Maifeld. In diesem Wasserwerk wurden 1955 die Quellen des Schromber - Bachs, der einst bis zu 15 Mühlen versorgte, gefaßt. Diese Quellen lagen überwiegend im Wackborn ( Flurbezeichnung ). Die Müller hatten daran ihre Wasserrechte, vermochten aber bei der Erfassung keinerlei Entschädigungen geltend zu machen, weil die amtlichen Eintragungen - bis auf Leusch und Pleser ( ehemalige Müller im Hatzenporter Bereich ) - nicht mehr nachweisbar waren. Erstmals am 20. Oktober 1955, mittags um 13 Uhr war es dann soweit, die Metternicher und Schromber konnten die Wasserhähne aufdrehen. Zur linken Seite des Weges schließen sich die Kläranlage von 1982 mit einem dahinter im Hang liegenden Campingplatz an. Ein Teil der Wiesen, gegenüber der Kläranlage, war übrigens von 1950 bis etwa 1962 Spielfeld des Metternicher Fußballclubs. Am Schromber- Kreuz mit dem alten Ahornbaum ist der Schnittpunkt zu den Verbindungen mit Münstermaifeld durch die Naafe und Mörz über die Scheibe ( beides Flurnamen ) zum Schrumpftal und dem Metternicher Ortsteil Feils. Dieser alte Weg über den Barfuß-Stich (" Auf dem Barfuß " so die Flurbezeichnung ) ist heute nur noch bedingt befahrbar. Das neue Wegstück von Metternich und auch die ausgebauten Teilstücke danach sind erst im zweiten Weltkrieg, unter Einsatz polnischer und französischer Kriegsgefangener, endgültig fertiggestellt worden. Zwischen der Nachtsheimsmühle und der Probste-/Bornsmühle gabs bis dahin nur dürftige Verbindungen über schmale Schneisen und teilweise sogar über den Bach. Die andern Teilstücke waren Feld- und Schotterwege, die ebenfalls schlecht und nur schwer befahrbar waren. Etwa ab 1950 wurde die neue Strecke, die jetzige Kreisstraße, über mehrere Jahre vom Postbus der Linie Polch - Hatzenport/ Bahnhof und zurück genutzt.

Das Schrumpftal konnte früher zu Recht als mit eines der größten Mühlentäler in der näheren und weiteren Umgebung bezeichnet werden. Die Mühlräder, von denen heute leider keines mehr zu sehen ist, wurden oberschächtig angetrieben. Bei den Mühlen handelte es sich überwiegend um Mehl/Fruchtmühlen, es gab jedoch auch einige Loh - und Walkmühlen.

An der Mündung des beschriebenen alten Zufahrtsweges geht von der Kreisstraße nach rechts ein Seitenweg ab, der direkt zur ersten Schromber Mühle führt.

Schwierigkeit mittel
Strecke 5,2 km
Dauer 1:37 h
Aufstieg 159 m
Abstieg 0 m


Parken

Parkmöglichkeiten bestehen am Bahnhof in Hatzenport oder in Münstermaifeld-Metternich.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Mit dem Regionalexpress oder der Regionalbahn nach Hatzenport.

Mit dem Bus auf den Linien 337, 330 und 350

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