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Freilichttheater: Der vermeindlich Kranke | Alken

Aus der erfolgreichen Zusammenarbeit im Rahmen des Jubiläums zur 1000-Jahrfeier der altehrwürdigen St. Michaelskapelle zu Alken an der Mosel im Jahre 2015 entstand die Idee, historische Räume zu bespielen, kulturhistorische Stätten als Spielstätte in das Bewusstsein der Menschen zu rücken, im besten Falle über die Erfahrung als Spielraum hinaus eine Be- schäftigung mit historisch gewachsenen Strukturen in Alken anzuregen und diese mit Leben zu füllen.

Unserem kulturhistorischen Erbe sehen wir uns hier in Alken in besonderer Weise verpflich- tet, so begreifen wir dieses Pilotprojekt für die Gemeinde Alken als Chance, das kulturelle Angebot aufzuwerten im Bewusstsein, einer mehr als sinnvollen Ergänzung zur örtlichen Kulturszene den Weg zu ebnen.

Wir schätzen uns glücklich, dieses einmalige Kulturevent in Zusammenarbeit mit örtlichen Kulturträgern, federführend mit dem örtlichen Verkehrsverein Alken e.V., in Kooperation mit dem Produzenten, dem gemeinnützigen Theaterverein Theater SpielArt e.V., in unserer Ortsgemeinde durchführen zu können.

Zur Produktion Der vermeintlich Kranke

Der vermeintlich Kranke ist eines der berühmtesten Theaterstücke von Jean Baptiste Molière und zugleich sein letztes Werk. Die Komödie in drei Akten wurde am 10. Febru- ar 1673 uraufgeführt.

Die Rolle des Titelhelden spielte der Dichter selbst. Doch bereits bei der vierten Vorstellung, am 17. Februar 1673, erlitt er einen Blutsturz und verstarb, noch in seinem Kostüm, nur we- nige Stunden später.

Geblieben ist der Nachwelt ein Stoff, dessen Thematik im Laufe der Jahrhunderte nichts an Prägnanz und Brisanz eingebüßt hat, im Gegenteil, sie erscheint uns angesichts der Götter in Weiß, der Machenschaften der Pharmaindustrie und unseres Gesundheitssystems aktuel- ler denn je.

Weit mehr als nur ein Zeitzeugnis offenbart sich uns in Molières Bühnencharakter; Mensch- lich-Allzumenschliches spielt sich vor unseren Augen ab. Leidensfähigkeit auf dem Prüfstand und ohne Frage aktuell, allzu aktuell kommt die Inszenierung daher, wollen wir es doch allzu oft nicht wahrhaben, was uns im Innersten bewegt und umtreibt. Ein besonderes Vergnügen in einer Zeitlosigkeit und Trefflichkeit, wie es nur ein Meister seines Fachs wie Molière zu Papier bringen konnte!

Die Götter in Weiß, die Schulmedizin im Besonderen, die Quacksalber und Pillendreher ha- ben ihr Opfer gefunden: Hubert, ein Hypochonder vor dem Herrn, dessen Leben nur um sich selbst, seine egomanischen und bisweilen egozentrischen Eingebungen und Ängste kreist. Es ist Molières Abrechnung mit den Medizinern und den Praktiken der Schulmedizin seiner Zeit, verstarb er doch selbst auf den Brettern, die für uns die Welt bedeuten.

In einer eigens für den Spielbetrieb von Theater SpielArt e.V. erarbeiteten Bühnenfassung präsentieren wir unserem Publikum diesen zeitlosen Komödienstoff!

Das Besondere an dieser eigens für Alken konzipierten Produktion wird der Wechsel der Spielräume sein, die das Erlebnis Theater im Innen- und Außenraum auf ästhetische Weise sinnfällig verknüpft und eine überraschend homogene Verbindung vollzieht. Ein historisches Schauspiel im historischen Ambiente erwartet den Zuschauer, in der Wechselwirkung von Innen- & Außenraum entfaltet sich Molières Werk in seiner Überzeitlichkeit und Relevanz bis in unsere Tage. Das verspricht ein Theatervergnügen der besonderen Art!

Information

Ortsgemeinde Alken

Schulstraße 1-3

56332 Alken

E-Mail gemeinde-alken@t-online.de

Telefon (0049) 2605 790

Homepage https://www.alken.de

Buchung

Ortsgemeinde Alken

Schulstraße 1-3

56332 Alken

E-Mail gemeinde-alken@t-online.de

Telefon (0049) 2605 790

Homepage https://www.alken.de

Veranstaltungsort

Von-Wiltbergstraße

56332 Alken